Schulprogramm

 

Zur Schulprogrammarbeit in Niedersachsen allgemein und speziell an der Oberschule Osternburg

 

Als vor einigen Jahren das Kultusministerium alle Schulen Niedersachsens aufforderte, ein Schulprogramm zu schreiben, war die Unruhe im Land groß. Viele Schulen glaubten, Unverwechselbares für ihre Schule erst „erfinden“ zu müssen. Da sie sich mit ihrer Unterrichtspraxis - bedingt durch gleiche administrative Vorgaben - im Wesentlichen allen anderen Schulen gleich wähnten, wurde am Profil im außerunterrichtlichen Bereich gefeilt. Schulhöfe wurden renoviert, Korridore wurden gestrichen, insgesamt stand das, was man „Schulleben“ nennt, im Mittelpunkt der Aktivitäten, das „Kerngeschäft Unterricht“ jedenfalls nicht. Schulen, die sich schon vorher – oft aus einem spezifischen Situationsdruck heraus – der Gestaltungsräume des administrativen Rahmens bedient hatten und oft auch im Vorgriff auf spätere Erlassvorgaben fortschrittliche Konzepte entwickelt haben, waren durch die Schulprogrammerwartungen der Kultusbürokratie nicht zu beunruhigen. Sie hatten jedenfalls programmmäßig einiges zu bieten. Das Kultusministerium schien das Dilemma zu bemerken, in das es den größten Teil der Schulen gedrängt hatte, und verfolgte den Plan nicht weiter.

 

So sah sich auch die Haupt- und Realschule Osternburg nicht nachhaltig aufgefordert, ihre schon recht ausgereifte Spezialität der vorberuflichen Bildung und Erziehung in Hannover unter dem Etikett „Schulprogramm“ einzureichen. Erst die Mitarbeit im Qualitätsnetzwerk brachte neue Dynamik in die Schulprogrammarbeit. Was war mittlerweile anders?

 

Schulentwicklung bedeutete Qualitätsentwicklung. Das Schulprogramm selbst erschien in einem anderen Kontext. Es war nicht mehr nur die Summe verschiedener Konzeptbausteine, vielmehr hatten sich alle bis dahin entwickelten Konzepte in ihren einzelnen Komponenten an einem Leitbild auszurichten. So wird auch im folgenden Text des Schulprogramms der Oberschule Osternburg immer wieder verwiesen auf das am Jahresende 2003 beschlossene Leitbild.

 

 

Das Leitbild der

Oberschule Osternburg

 

Wir vermitteln den Schülerinnen und Schülern durch Unterricht und Schulkultur einen unmittelbaren und breiten Zugang zur Lebens- und Berufswelt und helfen ihnen bei der Entwicklung von
 
1.    Eigenverantwortung,
2.    Sozialer Kompetenz und
3.    Toleranz
 
Unsere Schülerinnen und Schüler erwerben Allgemeinbildung und Fachkompetenz in Lehrgängen, Projekt- und Praxisphasen und in Eigenarbeit.
 
Sie erhalten frühzeitig und ausführlich Einblicke in die Arbeitswelt.
 
Sie werden zum Aufbau sozialer Kompetenz und zur Entwicklung von Toleranz mit Hilfe von selbst entwickelten Unterrichtseinheiten angeleitet.
 
Unsere Schule entwickelt sich weiter. Wir achten darauf, dass alle Entwicklungsprozesse und Entscheidungen kooperativ vorbereitet und abgestimmt werden. Wir verpflichten uns zur regelmäßigen Weiterbildung und zur kritischen Reflexion der pädagogischen Arbeit.
 

Der Entwicklungsprozess

 

Die Weichen in Richtung Zukunft wurden in der Haupt- und Realschule Osternburg nicht erst nach den aufrüttelnden Befunden der OECD-Studie „PISA“ gestellt. In einem Kooperationsverbund mit den Berufsbildenden Schulen in Oldenburg und der Universität Oldenburg ist in den letzten Jahren ein pädagogisches Konzept entstanden, das konsequent und umfassend der eigentlich nicht so neuen Erkenntnis folgt, dass das Lernen mit allen Sinnen („ Lernen mit Kopf, Herz und Hand“, J. H. Pestalozzi 1819) in der Lage ist, Lernprozesse mit der erforderlichen Nachhaltigkeit zu versehen.

 

Seit August 2001 existiert die Haupt- und Realschule Osternburg als Organisationseinheit. Mit dem dadurch erworbenen größeren Angebotsspektrum erhöht sich die Chance, nicht nur bereits bestehende Innovationsschwerpunkte weiter auszubauen, sondern auch der gemeinsamen Erkenntnis zu folgen, dass Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt werden müssen, andauerndes Lernen zu lernen. Ihnen sollte ein Repertoire an die Hand gegeben werden, das sie befähigt, ihr eigenes Lernen zu regulieren, Ziele selbst zu formulieren, Lernstrategien zu entwickeln und zu korrigieren. Dazu bedarf es einer veränderten Lehrerrolle, eines neuen Organisationsrahmens, Kompetenzerweiterungen aller an Schule Beteiligten, verpflichtende Fortbildungen und nicht zuletzt eine Neustrukturierung der Lehr- und Lernpläne sowie der Beurteilungsverfahren. Ab Februar 2003 gehörte die Haupt- und Realschule Osternburg zu den 62 Qualitätsnetzwerkschulen Niedersachsens. Der Entwicklungsprozess der Schule wird durch eine Steuergruppe, bestehend aus jeweils drei Kolleginnen und Kollegen der beiden Schulformen sowie der Schulleitung, organisiert, moderiert und begleitet. Die Steuergruppenmitglieder werden regelmäßig in schulrelevanten Bereichen fortgebildet. Im Oktober 2002 hat die Haupt- und Realschule Osternburg beim Kultusministerium in Hannover einen Antrag gestellt, „Selbstständige Schule“ werden zu können. Sie war zu dem Zeitpunkt die erste und einzige Schule in Niedersachsen, die diesen Antrag nach einem Gesamtkonferenzbeschluss gestellt hat. Auch die Umbenennung nach dem Regierungswechsel in „Eigenverantwortliche Schule“ hat unsere Entscheidung nicht beeinflusst. Wir meinen, dass nur in einer eigenständigen Organisation Eigenständigkeit vorgelebt werden kann. Nur diese Organisationsform erlaubt uns, unsere bereits geschilderten Vorstellungen einer Schule mit Zukunft umzusetzen. Natürlich muss ein Ordnungsrahmen geschaffen werden und eine Verständigung über interne Qualitätsstandards erfolgen, die ebenso wie die externen Bildungsstandards laufend evaluiert werden müssen. Eine in öffentlichen Schulen neue Dimension von Professionalität hinsichtlich des erforderlichen Organisationsmanagements und einer systematischen Qualitätsentwicklung in der Bildungsdienstleistung bedingt neue Kompetenzen in den Schulleitungsaufgaben und im Lehrerhandeln. Das ist nur über gezielte Fortbildungsmaßnahmen mit „maßgeschneiderten“ Modulen herzustellen.

 

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